Er ist's - der Frühjahrsputz

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte ...

Kennen Sie dieses Gedicht von Eduard Möricke?

Jedes Jahr zum Frühlingsanfang gehen mir diese Zeilen durch den Kopf und ich atme auf. Der Winter ist vorbei, das Leben erwacht, die Welt wird wieder bunter. Grün die Bäume, blau der Himmel, gelb die Sonne.

Und dann? Packt es Sie auch? Mich schon. Der Frühjahrsputz steht an.

Fleissig wie eine Ameise ...

miste ich Schränke aus, entrümpele und entstaube Regale, reinige Ecken in unserer Wohnung, die ich im Winter nicht wahrgenommen habe. Das Staubaufkommen fällt mir scheinbar erst jetzt durch das hellere und sonnigere Licht überhaupt auf.

Aber warum packt so viele Menschen die Frühjahrsputzlust?

Welches universelle Bedürfnis verbirgt sich dahinter? Diese Frage stelle ich mir in diesem Frühjahr zum erst Mal.


Dabei kenne ich die GFK doch schon einige Jahre und hinterfrage die allermeisten meiner Aktivitäten in Bezug auf das dahinter liegende Bedürfnis.

Also welches Bedürfnis liegt meiner Frühjarhsputzlust zu Grunde?

Sauberkeit/Ordnung?

Ja, das trifft es ein bisschen. Klar finde ich es schön, wenn unsere Wohnung blitzt und blinkt. Aber Sauberkeit und Ordnung allein ist es nicht.

Mein Gefühl ist in dieser Zeit die Lebensfreude. Ich fühle mich aktiver und antriebslustiger. Manchmal ist es ein Kribbeln im Körper, das ich spüre. Manchmal ist es einfach freudige Unruhe, die sich in mir breit macht.

Die Frühjahrsputzlust lässt meine und die Energie in unserer Wohnung schneller, direkter und spürbarer fließen. Durch das Putzen, Aufräumen und Ausmisten fühle ich mich lebendig, bin freudig erfüllt.

Das Bedürfnis, dem diese Gefühle zu Grund liegen ist Leichtigkeit und mich selbst spüren/Rückkopplung durch meine Umgebung. Im Einklang sein mit mir und meiner Umgebung.

 

Und wie ist das bei Ihnen? Überfällt Sie auch der Putzfimmel im Frühling? Und welches Bedürfnis erfüllen Sie sich dadurch? Schreiben Sie es uns und unseren Lesenden in einem Kommentar.


Er ist's

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Möricke

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