Die "richtigen" Worte finden

Übersetzungsunterstützung: Zielgruppe - Kinder

Ich weiß, ich weiss, es gibt in der GFK kein "richtig" und kein "falsch". Gleichzeitig trifft das Wort "richtig" für mich in diesem Fall genau den Kern dessen, um was es mir geht.

 

Und zwar: die Worte zu finden, die mich auf effektive Weise dabei unterstützen, mit meinen Mitmenschen in Verbindung zu kommen oder diese zu halten. Die richtigen Worte zu finden.

Das ist mir zu hölzern, zu steif oder klingt total unnatürlich

Das sagen viele Menschen, die anfangen sich mit GFK zu befassen. Mir ging es genauso und ganz ehrlich - manchmal geht es mir heute auch noch so.

 

Da erzählt mir eine Person eine bewegende Situation und sofort gehen mir viele Gedanken dazu durch den Kopf. Glücklicherweise springt mein GFK Bewusstsein immer schneller an und ich beginne Gefühle und Bedürfnisse zu vermuten. Entweder meine eigenen oder die der Person, mit der ich mich gerade unterhalte.

 

Um die Verbindung zu halten, formuliere ich meine Vermutungen über die möglicherweise erfüllten oder auch unerfüllten Bedürfnisse und spicke das ganze mit der Vermutung von Gefühlszuständen. Manchmal klingt das selbst in meinen Ohren hölzern und steif. Aber manchmal fügen sich die Vermutungen ganz harmonisch in die Unterhaltung ein. Dann habe ich sozusagen die richtigen Worte gefunden.

 

Ich habe für mich festgestellt, dass es hilfreich ist, zielgruppenspezifisch zu sprechen. Denn das erhöht meiner Erfahrung nach die Wahrscheinlichkeit, die Verbindung entweder herzustellen oder zu halten.

Übersetzungshilfe nach Frank und Gundi Gaschler

Bei der Vorbereitung eines Vortrags, den ich für den Träger von unterschiedlichen Schulen und Kindergärten vorbereitete, stieß ich auf die Übersetzungshilfe von Frank und Gundi Gaschler aus dem Buch: Ich will verstehen, was du wirklich brauchst.

 

Sie geben in ihrem Buch zu einigen Bedürfnissen, verschiedene Vorschläge, wie wir uns auf verständliche Weise ausdrücken können und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, gehört zu werden.

 

Im folgenden findest du einen Auszug dieser Liste zur Inspiration und Unterstützung.

 

Mach dir selbst Listen für die Zielgruppen, mit denen zu tun hast. Das hilft nicht nur dabei, im Notfall empathisch reagieren zu können; sondern bietet die Möglichkeit sich vorbereitend auf empathische Weise in seine Mitmenschen einzufühlen. 

 

Viele Spaß dabei.

 

Falls du deine Liste mit uns und anderen Lesern teilen möchtest, dann freuen wir uns sehr darüber. Schreib uns einfach eine Mail oder hinterlasse unten einen Kommentar.

Zielgruppe: Kindergartenkinder.

Bedürfnis

Autonomie

Verständnis

Ruhe / Entspannung

Ist dir wichtig, dass ...

  • ... du selbst sagen kannst, was gut für dich ist?
  • ... du selber bestimmst, was du jetzt tun willst?

 

  • und du möchtest, dass verstanden wird, was gerade in dir passiert/was dir gerade wichtig ist?
  • und du hättest gerne, dass verstanden/gesehen wird, dass du es gut gemeint hast/dass du helfen wolltest/dass du gerade etwas Wichtiges gemacht hast?
  • ...

 

 

  • und da brauchst du 'ne Pause, um dich mal so richtig auszuruhen?

  • und du willst mal ganz für dich alleine sein/spielen – ohne dass du jemand anderen fragen musst oder darauf achten, was der gerade will?
  • ....

 

entnommen aus: Frank und Gundi Gaschler: Ich will verstehen, was du wirklich brauchst. Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern. Das Projekt Giraffentraum, Kösel Verlag: "Welche Worte kann ich benutzen, damit mein Kind mich besser versteht?"


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